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Osterberg-Institut, Seminar Nr. 8101
Entscheiden! Aber mit Gefühl.
Ausbildung zum Prozessgestalter
Gruppenleitung besteht hauptsächlich in dem Wissen, wie man folgt. Der weise Gruppenleiter steht im Hintergrund und unterstützt die Prozesse anderer Menschen. John Heider
Zeitraubende Meetings, ineffektive Projektsitzungen, das Gefühl, mit viel Einsatz nur wenig voran zu kommen. Die Konzentration auf logisch-rationale Inhalte in der beruflichen Kommunikation lässt den Einfluss von Gefühlen und Motivationen der Beteiligten ins Unbewusste abgleiten. Von dort aus wirken diese aber in die Sachebene hinein. Die Folgen: ein enormer Verlust an betrieblicher Kreativität, Verschwendung von Ressourcen, Verpassen von innovativen und tragfähigen Ideen.
Ziele und Nutzen
Menschen in wertschöpfenden Denkprozessen zu befähigen, beim Diskutieren und Entscheiden im Vollbesitz ihrer Kräfte zu sein das ist Aufgabe von Prozessgestaltung. Neben Inhalten und Zielen den Prozess des Denkens und Fühlens zum Gegenstand zu machen und den Kommunikationsprozess selbst als relevante Größe für das Arbeitsergebnis ernst zu nehmen. So wird der Prozess als realer Ort vorher völlig unbekannter Entscheidungsoptionen sichtbar. Das führt zu mehr qualifi zierten Entscheidungen, das kreative Potenzial wird stärker genutzt. Die Zahl der Sitzungen sinkt, die Menschen fühlen sich wert geschätzt, die Partizipation am Unternehmen wird gelebt.
Inhalte
Ein Prozessbegleiter kann umso wirksamer arbeiten, je mehr er von sich selbst weiß. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt deshalb im Einüben der Selbstkenntnis. Dies ist die Voraussetzung dafür, andere als andere im Prozessverlauf „mitzubekommen” und zu unterstützen. Vertrauen in den Leitgedanken des „Trust the process” führt die Gruppe auch durch Phasen der Verwirrung und des Unbehagens. Die Ausbildung umfasst vier Abschnitte im Laufe eines Jahres.
Leitung
Volker Viehoff
selbständiger Berater, Diplom-Bankbetriebswirt
Co-Leitung:
Rainer Scheunemann-Böhlendorf
Arzt, Hakomi-Therapeut
(Seminar 1 und 4)
Berndt M. Petroschka
Perkussionist, Yogalehrer, Trainer für körperorientierte Rhythmuserfahrung
Die Weiterbildung richtet sich an:
externe TrainerInnen und BeraterInnen
interne Moderatoren und Projektleiter
Personal- und OrganisationsentwicklerInnen
Führungskräfte mit Weitblick
Basismodule
1. Persönlichkeitserkundung
Der Weg zum Klienten ist der Weg zu mir selbst
Die eigene „Box” erkennen
Identifikation der eigenen Themen
In sich zu Hause sein als Grundlage der Gelassenheit
2. Kommunikationskonzepte: Kommunikation ist Wirklichkeit!
Nur im Zuhören ist etwas zu hören
Professionell Empfinden Können
Vom Spüren zum Merken, vom Merken zum Gefühl
Der Einsatz des Denkens: Benennen, was ist
Macht des Wortes: Dinge zur Sprache bringen können
3. Kommunikation erweitern: Kommunikation schafft Wirklichkeit!
In Resonanz gehen können
Gesprächsformate: Diskussion, Diskurs, Dialog
Sich trauen den Impulsen folgen
Wagend bewirken, ohne zu stören, was werden will
4. Integration: Der rechte Moment
Tao oder Die Kunst des entspannten Zuwartens
Dem Gespräch eine Wendung geben können: Aktivierung
von Archetypen
Vertiefende Übungen aus 1 bis 3
Arbeitsweise
Wir arbeiten mit
Elementen der Systemik nach ISBW, Elementen des
Inner Game nach C. Maier
Dialogbegleitung nach Prof. Freeman
Possibility Management nach C. Callahan
Hakomi, Rhythmik, Improvisationstheater und Stimmübungen
Zielgruppe
externe TrainerInnen und BeraterInnen
interne Moderatoren, ProjektleiterInnen
Personal- und Organisationsentwickler
Führungskräfte mit Weitblick
Voraussetzungen
Zur erfolgreichen Prozessgestaltung sind weder außerordentliche Fähigkeiten noch Qualifikationen in Form von Studien, Aus- oder zertifizierten Fortbildungen Voraussetzung. Notwendig ist allein die innere Bereitschaft zu eigener Veränderung. Wer als Prozessgestalter arbeiten will, braucht Wertschätzung für die Menschen und für sich selbst. Achtsamkeit, Wahrnehmungsfähigkeit und Präsenz sind das Handwerkszeug.
Vertiefung
Im Anschluss an die vier Basismodule mit 12 Seminartagen besteht die Möglichkeit einer Vertiefung durch Teilnahme an vier Vertiefungsmodulen mit 12 Seminartagen im Jahr 2009.
Osterberg-Zertifikat
Durch die Teilnahme an den Basis- und Vertiefungsmodulen sowie an einem Abschlusskolloquium können Sie das Osterberg-Zertifikat „Prozessgestaltung” erwerben.
Termine
13.15.10.2008
26.28.1.2009
30.3.1.4.2009
22.24.6.2009
Seminargebühr (12 Seminartage) € 2880 ermäßigt für Personen, die alle Seminargebühren vollständig privat zahlen: € 1440 & Pensionskosten € 570,50 (Unterkunft im Einzelzimmer)
Vertiefungsmodule 2009
Weitere vier 3-tägige Seminare sowie Abschlusskolloquium.
Die Termine werden mit der Ausbildungsgruppe vereinbart.
>> Download der Seminarbeschreibung als pdf
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